Netzfischerei

Web2.0 compliant

Buzzwords, wie haben wir sie doch eigentlich satt. Mittlerweile werden auch Straßen mit Schlagwörtern plakatiert als gäbe es kein Morgen. Und auch das Web2.0 erfindet sich selbst täglich neu: Ning macht es möglich, ohne Programmierkenntnisse einen eigenen Web-Zwo-Null-Mashup zu gründen und der Welt zugänglich zu machen. Copy&Paste für Webanwendungen. Das, wofür sich früher keine interessierte (wie die schlechtesten Filme oder gesichtete Celebrities vor x Jahren), bekommt eine neue Gewichtigkeit. Fehlen nur noch die passenden Web2.0-Namen. Buzzzzzzzzzzzz.

Und was passiert mit all den kleinen Anwendungen, wenn Google sie nicht kauft und die Gründer irgendwann den Stecker ziehen (müssen)? Dann wollen wir doch hoffen, dass außer RSS-Feeds noch andere Möglichkeiten zum Export bereitgestellt wurden.

Web2.0: Die Große Koalition, in der jeder mit jedem kann, nennt das de:bug-Magazin es in Ausgabe 98. Inhaltlich ein wenig zu pastelfarben brillenrosarotfarben, aber immerhin schon 9 Monate alt. Damals war noch keine Webapp-Schwemme zu verzeichnen. Und ganz nebenbei: Gibt es ein sozialverträgliches Frühableben von Web-Mashups?

PS: Nein, die eine oder andere Anwendung finde ich ganz praktisch und nutze sie auch, weil sie eben genau das bieten, was man auf dem herkömmlichen Softwaremarkt nicht bekommt oder nur gegen entsprechenden Obolus. Ohne Schmick-Schnack und Worthülsen. Die dürfen es dann gerne auch ins Web3.0 schaffen, wenn sie dafür bereit sind.

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Hallo, ich bin Nadja und arbeite als Webdesignerin in Berlin. Seit den 2000er-Jahren ist das Internet mein berufliches Zuhause, hier im cne _LOG schreibe ich erst seit Anfang 2006 zu den Themen Webdesign, Webstandards und vor allem auch Wordpress.

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