Netzfischerei

Der LVB-Relaunch und die unendliche Kritik

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Seit Dienstag dreht sich bei den Leipziger Twitterern und Bloggern nur noch um eines: den Relaunch der Website der Leipziger Verkehrsbetriebe, zu finden unter http://www.lvb.de/. Und hier hagelt es beinahe ausnahmslos Kritik.

Nicht nur zum Design sondern auch zur mangelhaften technischen Umsetzung, den fehlenden Inhalten der alten Website, zu neuen Funktionen, die nur mit Javascript und mit Breitbandanschluss und nicht mit jedem Browser genutzt werden können, und zur Benutzerführung, die laut Verantwortlichem Nebe auch in Zusammenarbeit mit Fahrgästen entstanden sein soll. Aber auch das Auftreten des Unternehmens wird angesprochen, denn von ernst gemeinter Kritik und Verbesserungsvorschlägen scheint man hier in Leipzig wenig zu halten.
Die Leipziger Volkszeitung gibt sich objektiv und wirkt dabei doch sehr eingenommen, LVB-Kunden wie Webworker nutzen die Kommenarfunktion und lassen dabei kein gutes Haar an der neuen LVB-Website. Heute morgen aber waren alle Kommentare unter dem Artikel LVB wollen mit neuer Internetseite „internationale Maßstäbe“ setzen einfach verschwunden. Da fragt man sich. ob das auf Wunsch der LVB passiert ist. Ob man so mit Kritik umgehen kann. Die simple Begründung, das Redaktionssystem blende alle Kommentare aus, wenn die Kommentarfunktion abgeschaltet sei, lässt die LVZ in Kritikeraugen noch mehr zum Lamm der LVB werden.

Eines steht fest: Internationale Maßstäbe setzt das „neue Internet“ der LVB nicht. Das Design erinnert stark an die im Sommer erschienene mobile Anwendung easy.GO, dessen Idee wohl einfach für den Bildschirm übernommen wurde. Allerdings fehlt die Unterstützung von Mobilgeräten auf der Website komplett und auch lässt sich ein Handyprogramm nicht ohne Anpassung auf eine Website übertragen.
Vorbildlich ist aber die Einbindung von Google Maps bei der Fahrplanansicht, was vor allem Ortsfremde freuen wird – leider fehlt die Möglichkeit, die Karte auszublenden, wenn man sie eben nicht wünscht.

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Hallo, ich bin Nadja und arbeite als freie Webdesignerin in Berlin. Seit den 2000er-Jahren ist das Internet mein berufliches Zuhause, hier im cne _LOG schreibe ich erst seit Anfang 2006 zu den Themen Webdesign, Webstandards und vor allem auch Wordpress.