Design

Chancen aufgreifen – Webdesign für Rechtsanwälte

Worten muss man Taten folgen lassen, sagt man. Nun gut. Da meine Zeit begrenzt ist, versuche ich es mit einer kleinen Liste, die es jedem Anwalt, jeder Kanzlei, jedem Unternehmer leichter machen kann, eine gute/ansprechende, zeitgemäße/benutzbare Website zu erhalten.
Da nur die wenigsten Anwälte selbst eine Website erstellen, kann diese Liste auch im Austausch mit dem Webdesigner/der Agentur von Nutzen sein.

Wozu eine Website?

Der Zweck einer Website ist in erster Linie Informationsaustausch. Über die eigene Kanzlei, Tätigkeitsfelder oder genereller das Unternehmen und Produkte. Und nicht zuletzt die Möglichkeit, persönlich in Kontakt zu treten. Alles in allem: Es geht ums Verkaufen der eigenen Dienstleistung und das Werben von Kunden.

Daher steht das inhaltliche Konzept in meinen Augen über der Gestaltung der visuellen Hülle. Aber im Netz nutzen die meisten Besucher ihre Augen, um an Informationen zu gelangen. Das Äußere spielt also mit.

Denn:
Der Besucher braucht im seltensten Falle bunte Bildchen, tausend Farben oder Informationshappen wie auf dem Wühltisch. Ein denkbar schlechter Wiedererkennunswert.

Eine gute Website besteht aus folgenden Teilen:

  • Informationen plus
  • einer gut durchdachten Struktur plus
  • einem (dem Unternehmen) angemessenen Design

Wer diese drei Punkte beachtet, hat den Grundstein für eine erfolgreiche Unternehmenswebsite gelegt.

Wie setze ich das um?

1. Informationen

Am wichtigsten sind die Inhalte – „Content is King“.

Suchen Sie nach relevanten Inhalten für Ihre Besucher. Dieser fragt: Wer steckt hinter der Website? Welche Dienstleistungen/Produkte bieten Sie? Welchen Mehrwert bieten Sie Ihren Kunden? Wie kann man Sie kontaktieren?

Das sind die Informationen, die der Besucher sucht. Nun müssen diese Inhalte dem Medium Internet angepasst werden, denn Lesen im Web ist anstrengend und Benutzer überfliegen Webseiten daher sehr oft, suchen nach prägnanten Stellen und sind schnell verschwunden. Daher gilt für Texte im Web:

  • Kurz fassen
  • Das Wichtigste zuerst
  • Aufteilen in relevante Informationseinheiten

(Mehr dazu: Texte im Web – Verständlich und zugänglich zugleich.)

2. Struktur

Inhalte brauchen Struktur. Damit Ihr Besucher (der meist nur einmal kommt und selten mehrmals) alles findet, was er sucht. Ordnung gehört auch auf eine Website. Führen Sie Ihre Besucher und bieten Sie ihnen eine sinnvolle Gliederung Ihrer Inhalte und Orientierungshilfen. Eine gute Webseitenstruktur ist:

  • logisch,
  • übersichtlich,
  • konsequent.

Nutzen Sie eine übersichtliche und bekannte Anordnung, vielleicht ein 2-Spalten-Layout mit Naviationsleiste links, Inhalten rechts und dem Logo oben.

Seien Sie kundenorientiert, nutzer- und lesefreundlich.

3. Design

Weniger ist oft mehr. Konzentrieren Sie sich auf Ihr Unternehmen. Wer sind Sie? Was macht Sie aus?
Natürlich helfen hier Bilder oder Elemente, die Ihre Website persönlicher gestalten, aber lassen Sie die Finger von flackernden Grafiken, unpassenden Fotos der letzten Betriebsfeier und schreienden Farben. Oder haben Sie ihr Büro ebenso eingerichtet?
Sie empfangen die Besucher in Ihrem digitalen Vorzimmer. Bieten Sie Ihnen die Möglichkeit, einen Einblick in Ihre Arbeit zu bekommen.

Und vergessen Sie nicht: Je umfangreicher die Gestaltung, desto länger oft die Ladezeiten.

Und denken Sie immer an die Besucher/Kunden: So umfangreich wie nötig, so einfach wie möglich.

Wie geht’s weiter?

Sie wollen mehr wissen über Farben, Layouts und suchen Inspirationen? Bitte, sehen Sie sich um. Und besuchen Sie auch die Website-Tipps der IHK Hannover, die viele kleine Tipps für Unternehmer zusammengestellt haben.

Inspirationen und gute Beispiele finden Sie bei jeder Suchmaschine: „Anwalt“, „Kanzlei“ und „Homepage“ bringen Ihnen viele gute und schlechte Beispiele. Entscheiden Sie selbst.

Sie wollen sich die Finger nicht selbst schmutzig machen? Dann fragen Sie doch einfach mich oder suchen Sie nach einem geeigneten Auftragnehmer: Viele Web-Spezialisten finden Sie bei Webstandards in Germany.

Kategorie: Design

von

Hallo, ich bin Nadja und arbeite als freie Webdesignerin in Berlin. Seit den 2000er-Jahren ist das Internet mein berufliches Zuhause, hier im cne _LOG schreibe ich erst seit Anfang 2006 zu den Themen Webdesign, Webstandards und vor allem auch Wordpress.

3 Kommentare

  1. Gibt es hierbei nicht das Problem, dass Anwälte nicht gezielt werben dürfen sondern eben nur sagen dürfen, dass es sie gibt und dies und das machen?

  2. Ohne den verlinkten Artikel gelesen zu haben (aber als Tab geöffnet ;)) würd ich sagen, dass „Werbung“ in diesem Sinne Vergleiche mit anderen Anwälten zu ziehen oder marktschreierisch zu sagen, dass man der beste ist.

    Muss mal also zwischen aktiver und passiver Werbung unterscheiden. Jetzt les ich kurz den Artikel, vielleicht deckt sich das ja 😉

    Ok, deckt sich ganz gut. Und übrigens ein sehr informativer Artikel.

Kommentare sind geschlossen.