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80/20-Regel – Mein Fokus

Thorsten Wilhelm befasst sich im usabilityblog.de mit der 80/20 Regel… oder wie man sich auf das Wesentliche fokussiert! und fragt die Leser:

Wie kann man einschätzen, welche 20% die entscheidenden sind?
Oder anders: Wie geht ihr vor, um die wesentlichen 20% zu identifizieren?

Die Antwort darauf ist nicht ganz einfach (und umfangreich, deswegen hier im Blog), denn hier spielt – wie immer – das Projekt eine wichtige Rolle. Handelt es sich um eine rein informative Website wie ein Unternehmensprofil, sind diese 20%, die die meiste Relevanz für den Besucher haben, sicherlich die Informationen rund um das Unternehmen, die angebotenen Dienstleistungen oder Produkte. Diese Informationen in den Mittelpunkt zu rücken, ist über stets präsente Links oder Auszüge auf allen Seiten möglich.
Nicht zuletzt spielt auch das Bild, das der Unternehmer von sich auf der Website wiedergegeben haben möchte, eine große Rolle: Legt man Wert auf Aktualität, wollen sicher News die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich ziehen. Sind die Produkte das Wichtige, werden diese präsentiert. Ist der Kontakt wichtig, sollte ein Link zum Kontaktformular oder die direkte Angabe einer Kontaktperson überall präsent sein.

Bei einer Online-Anwendung – sei es Gästebuch, Blogsystem oder Online-Verwaltungsdings von Irgendwas, stehen die Aktionen für den Benutzer im Mittelpunkt. Also „Lege eine neue Seite an“, „Neuen Bookmark setzen“ sind diese zentralen, nützlichsten und meist gesuchten Funktionen. Man betrachte hier nur Basecamp und ähnliche Kaliber, die diese Aktionen immer und immer wieder auf den einzelnen Seiten wiederholen. Natürlich kann daneben auch ein mehrfach verschachteltes Menü existieren, das auch den letzten Winkel der Anwendung (wie im von Thorsten angesprochenen Excel-Menü) aufführt.
Und genau hier liegt der Vorteil einer Online-Anwendung gegenüber den festen Strukturen einer Desktopsoftware: Zwar gibt es auch hier neben Menü und eigentlichem Aktionsbereich (Tabellen, Texte, etc.) Sidebars wie bei den meisten Webseiten – aber nur selten werden die genutzt. Entweder weiß der Nutzer nichts von ihnen oder sie sind platzraubend oder unpraktisch (weil unflexibel, nicht anpassbar o.ä.).

Und wie finde ich nun diese 20%?
Diese 20% sollte man bereits in der Planungsphase als die zentralen Elemente definiert haben.

Und wenn nicht, hat das Web einen weiteren Vorteil: Denn oft zeigt erst die Zeit/Erfahrung, welche Elemente am meisten genutzt werden. Dann lassen sich diese Bereiche im Nachhinein in den Fokus rücken.

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Hallo, ich bin Nadja und arbeite als freie Webdesignerin in Berlin. Seit den 2000er-Jahren ist das Internet mein berufliches Zuhause, hier im cne _LOG schreibe ich erst seit Anfang 2006 zu den Themen Webdesign, Webstandards und vor allem auch Wordpress.