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Stimmübungen – Teil 1: Lockerungs- und erste Stimmübungen

Es gibt viele Übungen aus dem Stimm- und Sprechtraining, die man nur unter Anleitung ausführen kann. Hilfreich sind für solche Übungen vielleicht auch Videos, die die genaue Ausführung aufzeigen. Daher will ich mich in diesem Beitrag auf Übungen beschränken, die jeder allein durchführen kann.

Wichtig für einen gute Stimme ist eine lockere Haltung. Das bedeutet nicht, auf einem Sessel zu fläzen, sondern aufgelockerte, entspannte Muskeln. Einfache Übungen lockern den Oberkörper, der für das Sprechen besonders wichtig ist.

Lockerungsübungen:

  • Kopfkreisen: den Kopf nach links und nach rechts kreisen
  • Schulterkreisen: die Schultern nach vorn und nach hinten kreisen lassen, ohne den Arm zu heben
  • Armkreisen: Arme abwechselnd nach vorn und nach hinten kreisen lassen, zum Schluss beide Arme gleichzeitig kreisen
  • “Zappelphilip”: Arme und Oberkörper ausschütteln

Zu diesen Lockerungsübungen kommen nun einfache Stimmübungen, um eine angenehme Position für Körper und Stimme zu finden und die Mundhöhle zu weiten. Außerdem wird bei diesen Übungen eine natürliche Atmung erreicht:

Stimmübungen:

  • “Baum im Wind”: die Arme heben und auf “s” ausatmen (beim Ausatmen ein langes “s” sprechen)
  • “Recken am Morgen”: sich recken und strecken und dabei “wam” und “wom” sagen
  • “O” singen und dabei den Kopf von hinten nach vorn beugen und wieder zurück zur angenehmsten Lage
  • “O” singen und dabei den Körper mit hängenden Armen nach vor und zur Seite schwingen lassen und dann wieder in eine normale Position bringen
  • Kausilben: mit offenem Mund Kaubewegungen ausführen und dabei kurze Silben sprechen, in denen “au”, “a”, und “u” vorkommen: mjum, mjaum, u.ä. Führt oft zum Gähnen, dabei wird der Mundraum geweitet.
  • Gähnen: dabei wird die Mundhöhle geweitet und es stellt sich ein Normalstand der Atmung ein
  • Lippenabhub: wie kleine Kinder die Unterlippe mit dem Finger abheben und “bababa” sagen, dann folgende Kombinationen ohne den Finger mit aufgeblähten Lippen sprechen: “bababa bobobo bububu”, “blablabla blobloblo blublublu”, “blamblamblam blomblomblom blumblumblum”, “bam bom bum”, “blam blom blum” und “bla blo blu”

    Wichtig sind hier die lockeren Lippen, die bei jedem Anlaut aufgebläht werden und dann locker aufspringen.

Bei all diesen Übungen sucht sich der Körper von ganz allein eine angenehme Stimmlage, die sogenannte Indifferenzlage. In diesem Tonbereich wird die Stimme nur gering belastet und eine optimale Klangqualität erreicht.

Es gibt natürlich noch weit mehr Übungen zur Schulung der Stimme. Mehr Übungen zu Artkulation und Aussprache werde ich im nächsten Teil meiner kleinen Sprechübungsserie zeigen: Stimmübungen – Teil 2: Sprechübungen

8 Kommentare

  1. Wenn hier jemand “Kleine Haie” von Sönke Wortmann gesehen hat: Wo bleibt der Hinweis auf den “kleinen Hey”, das ultimative Standardwerk seit Anfang des letzten Jahrhunderts!
    Gibt es jetzt auch als DVD!
    Es gibt nichts Besseres!
    Ach, übrigens: tolle Artikelreihe!

  2. Pingback: christoph-hoerl.de | Weblog und Homepage von Christoph Hörl | Stimmtraining für Podcaster

  3. Sehr schön, hilft merkbar. Soll man praktisch dieses “volle Programm” vor jeder (z.B. Sendung) machen?

  4. Hallo Bratwurstler, das Beste ist immer eine aufgewärmte Stimme. Das schützt vor Ermüdung und Dingen wie Heiserkeit, und natürlich klingt eine warme Stimme immer besser. Deshalb: Ja.

  5. Und wer anderen eine Bratwurst brät, hat wohl ein Bratwurstgrillgerät….

  6. Pingback: » Sprechtraining - Teil 3: Angewandtes Sprechen — cne _LOG Archiv

Kommentare sind geschlossen.