Design

Redesign der PC Professionell

Eben noch im Feedreader gelesen, musste es beim Halt am Kiosk natürlich die neue PC Professionell sein. Und Erik Spiekermann hat hat Recht, wenn er im Editorial sagt „Der Kampf am Kisok ist gnadenlos.“ Umso leichter viel mir der Griff nach dem in Rot und Weiß gehaltenen Heft. Kein schreiendes, buntes „Kauf mich“, sondern klare, fast reine Strukturiertheit.

Neues Gesicht der PC Professionell Man denkt an Muji und die vielen neugestalteten Zeitungsportale im klaren, bereinigten Stil.
Und hat das Gefühl, Qualität in den Händen zu halten, die sich auf mich als Leser und die Inhalte konzentriert. Und darum sollte es gehen, bei Zeitschriften, um Inhalte und um Leser.
„Sind alle leser so abgestumpft, dass man sie dauernd anbrüllen muss?“ fragt Kommentator erik im fontblog. Nein, finde ich und ich bin als Leser dankbar, dass die PCpro einen leiseren Ton anschlägt.

Der Dschungel der Computerzeitschriften; Quelle: Leseprobe PCpro 04/2007

SpiekermannPartners wollte die Inhalte in Szene setzen – und das ist ihnen gelungen, auch wenn diese noch nicht ganz ohne die typische PC-Marktschreierei auskommen.

Ein gutes Gefühl ist es allemal, diese neue Form in den Händen zu halten. Bleibt zu hoffen, dass die Verkaufzahlen für den gewagten Schritt sprechen und die Inhalte den Leser dauerhaft ernst nehmen.

Wer sich für die neue Gestaltung der PCpro interessiert und nicht zum Kiosk gehen will, kann die 64-seitige Leseprobe (PDF) anfordern – leider mit Registrierung verbunden und ebenfalls nicht ohne das (noch) typische Marktgehabe.

Kategorie: Design

von

Hallo, ich bin Nadja und arbeite als freie Webdesignerin in Berlin. Seit den 2000er-Jahren ist das Internet mein berufliches Zuhause, hier im cne _LOG schreibe ich erst seit Anfang 2006 zu den Themen Webdesign, Webstandards und vor allem auch Wordpress.

2 Kommentare

  1. Das „Virus!“ schreit dann aber doch noch ganz schön 😉

    Gutes Understatement ist meiner Meinung nach fast noch schwieriger zu erreichen als ein Cover mit so viel Informationen wie nur möglich – einerseits eben minimalistisch, andererseits darf dadurch nicht der Eindruck entstehen, es mit einem B-Blatt zu tun zu haben. Und gemessen daran gefällt mir das Logo eben gar nicht, wirkt es doch im vergleich zum schlichten, aber stylischen Rest einfach billig. Na sei’s drum.

    Bei dem Bild fällt mir auch auch, wie sich die c’t im Laufe der Zeit gewandelt hat. Ich schwelge gerade in Erinnerungen, so um ’94 – ’96 rum… 🙂

  2. Pingback: Design Logo Phoenix

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