Mikroformate per CSS auszeichnen
Jon Hicks hat gestern in seinem Journal beschrieben, wie man auf Webseiten vorhandene Mikroformate per CSS einfach im Browser anzeigen kann. Dazu bietet er eine CSS-Datei mit wenigen Anweisungen zum Download an.
Wie die CSS-Anweisungen für vCard und vEvent in Camino, Safari und Omniweb eingebunden wird, hat Jon Hicks selbst beschrieben. Eine Einbindung in die Userstyles des Firefox ist ebenso einfach: Dazu einfach die userContent.css im chrome-Verzeichnis ändern bzw. anlegen.
Unter Windows ist das Dokumente und Einstellungen > Benutzername > Anwendungsdaten > Mozilla > Firefox > Profiles > xyz > chrome.
Unter Mac OS X ist das Benutzername > Library > Application Support > Firefox > Profiles > xyz > chrome.
Das Ergbenis kann sich sehen lassen:

Eine Anpassung der CSS-Anweisungen an den persönlichen Geschmack ist aber ebenso möglich. Außerdem kann man die CSS-Anweisungen direkt im Stylesheet der Website nutzen und die Anzeige so für alle Nutzer ermöglichen. Ob allerdings Unbedarfte etwas damit anfangen können, ist eine andere Sache.
Ich finde, es ist eine gute Möglichkeit Mikroformate vor Ort besser kenntlich zu machen und an den Mann zu bringen. Dadurch sollte auch eine schnellere Verbreitung dieser Idee gewährleistet sein.
Die notwendigen Stildefinition gleich selbst in seinem/n Stylesheet/s vorzunehmen, wäre Änderung in Browser-Stylesheets eventuell vorzuziehen, da dies sofort für jedermann, ohne irgendwelche “gekonnten” Eingriffe tätigen zu müssen, zugänglich wäre.
Weitere Überlegungen wären vielleicht, ob nicht ein einheitliches Bild bzw. identische Strukturmuster/-elemente einen größeren Wiedererkennungswert liefern würden? Dies wiederrum würde vielleicht die Kreativität jedes einzelnen einschränken? Widerspruch? …
mfg Markus
PS: nach näherer Betrachtung
Ist ein persönliche Anpassung in dieser Hinsicht überhaupt sinnvoll? Kontaktdaten werden aus heutiger Sicht eh von jedem schon individuell gestaltet, was heißt, dass diese Stylesheet-Vorlage von Jon Hicks eigentlich nur den Zweck haben sollte, Mikroformate global, einheitlich darzustellen.
Aber wenn Sie eh schon die Möglichkeit der freien Gestaltung aufgreifen, bringt dies für mich keinen wirklichen Nutzen. Denn es könnte dann durchaus sein, dass auch das Mikroformat-Logo aus dem Stylesheet verbannt wird. Die Folge ist dann, dass es wie eine gewöhnliche Gestaltung aussieht und der Erkennungswert von Mikroformaten gleich null ist.
mfg Markus
Ich muss sagen, ich finde, die Gestaltung von Jon Hicks sehr ansprechend. Und gerade die Einheitlichkeit sollte eigentlich das Ziel sein, da gebe ich dir Recht.
Auch für eine weitere Verbreitung spräche die Einbingung in die Stylesheets der Webseiten, das stimmt. Eventuell tut sich von Seiten microformats.org ein Schritt in diese Richtung: Veröffentlichung eines “Standards”. Das Angebot von Jon Hicks ist auf jeden Fall für eine Verwendung/Anlehnung geeignet.
Was dann der User in seinem Browser damit tut ist eigentlich egal.
Ich selbst kann mir so Mikroformate anzeigen lassen, die ich sonst nur mit Erweiterungen sichtbar machen kann. So sehe ich außerdem, wie weit sich Mirkoformate verbreitet haben und diese Verbreitung ist bereits beachtlich.
Des Weiteren sollte man nicht vergessen, das Mikroformate an sich nicht für Menschen gemacht sind, sondern für Maschinen.
Eine Auszeichnung per CSS kann hier also als Promotion angesehen werden. Gehört sie nun in die Browser- oder in die Websitestyles? Sicher eine Ansichtsfrage.
Stimmt, Aber dazu müsste erst einmal eine bessere Unterstützung und Implikation seitens der Browser gewährleistet sein. Vielleicht Abseits von Extension, dafür eine standardmäßige Einrichtung, wie eine RSS-Feed Erkennung. Dieser durchaus innovative Ansatz, ist auch im Beitrag “A Proposal for a Safari Microformats plugin” (siehe Bilder) von Jon Hicks zu finden. Wesentlich ist, dass er seine Idee mit zwei wichtigen Aussagen unterstreicht:
Einerseits durch
und andererseits mit
mfg Markus
Sehr richtig. Da gebe ich dir absolut recht.
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